FAQs

 Wer oder was ist SITECH?

SITECH® ist der Markenname von Trimbles unabhängigem Vertriebsnetz. SITECH Vertragshändler bieten die zuverlässigsten und robustesten Bautechnologien an, die es heute auf dem Markt für Erd- und Straßenbauunternehmen gibt. SITECH Händler haben die Vertriebsrechte für Trimbles komplettes Portfolio an Positionierungs- und Baustellenverwaltungslösungen für den Erd- und Straßenbau sowie für bestimmte Caterpillar Connected Worksite Produkte. Dabei wird SITECH weltweit als Label von Trimble genutzt. Das neue Unternehmen bietet als Partner aller Baumaschinenkunden, -händler und -hersteller deutschlandweit einen flächendeckenden und hochwertigen Service.


Was bietet der SITECH Vertragshändler?
SITECH Vertragshändler betreuen Erd- und Straßenbauunternehmen und vertreiben die folgenden Produkte:
• Trimble® Lösungen für den Erd- und Straßenbau

o Baupositionierungssysteme
o Maschinensteuerungssysteme für Raupen, Grader, Bagger und Walzen
o Fertigersteuerungssysteme
o Bau- und Bürosoftware


• Trimble Construction Services Produkte und Dienstleistungen
o Flottenmanagementlösungen
o Bürosoftware


• Bestimmte Cat® Connected Worksite Lösungen für Cat Baumaschinenen, z.B.
o Planier-, Bagger- und Walzensteuerungen
o Fertigersteuerungen
o Flottenmanagementsysteme


Welche Vorteile sind dank SITECH für die Kunden zu erwarten?

Das bundesweit flächendeckende Auftreten und das gebündelte Produkt Know-how, welches das notwendige Ingenieurwissen einschließt, bringen dem Kunden eine in den Bereichen Maschinensteuerung und Bauvermessung bisher noch nicht da gewesene Vertriebs- und Servicequalität und schafft die Voraussetzung dafür, diese Servicequaliät in dem immer größer werdenden Bereich der innovativen technischen Neuerungen auf der Baustelle auch in der Zukunft weiterhin auf diesem hohen Niveau halten zu können.

 

Wofür steht Connected Site bzw. Connected Worksite?

Connected Site bzw. Worksite ist die Bezeichnung für ein Trimble bzw. Caterpillar System, das aus der Zusammenführung verschiedener Technologien, Produkte und Lösungen entsteht und Ihnen mit Unterstützung durch die SITECH Händler zu höherer Produktivität, besserer Verfügbarkeit, niedrigeren Betriebskosten, größerer Sicherheit und reduzierten Abgasemissionen Ihrer Baumaschinen verhilft. Connected Site bzw. Worksite erfasst aktuelle Informationen über Standort, Zustand und Leistung Ihrer Maschinen. Sie können diese Informationen zu jeder Zeit an jedem Ort abrufen und als Grundlage für klare Entscheidungen nutzen, die sich auf Ihren Maschinenpark oder Ihren gesamten Geschäftsbereich beziehen.


Die Anwendung von Connected Site bzw. Worksite beschränkt sich nicht auf die eigentliche Baustelle, sondern erlaubt die Einbindung Ihrer Maschinen in die EDV-Systeme Ihrer Firma und Ihres zuständigen SITECH Händlers. Das daraus entstehende skalierbare, anwenderspezifische, integrierte Netzwerk bietet Ihnen umfassende Unterstützung bei der effizienteren und produktiveren Gestaltung Ihrer Betriebsabläufe.


 

Was ist GPS? 
• GPS steht für Global Positioning System
• Das - GPS - wurde vom (US-) Verteidigungsministerium entwickelt, um exakte Navigation zu vereinfachen
• Es benutzt Satelliten und Computer zur Positionsbestimmung durch Triangulation an jedem Punkt der Erde


Wie bestimmt man die Ihre Entfernung zu einem Satelliten?
• Die Entfernung zu einem Satelliten wird bestimmt durch die Messung der Zeit, die ein Funksignal braucht, um uns vom Satelliten
  aus zu erreichen
• Wir gehen von der Annahme aus, dass sowohl der Satellit als auch unser Empfänger den gleichen Pseudo-Zufallscode zu exakt
  der gleichen Zeit erzeugen
• Wir wissen, wie lange das Signal vom Satelliten zu uns gebraucht hat, indem wir die Zeitdifferenz seines Pseudo-Zufallscodes
  mit unserem eigenen bestimmen
• Exakte Synchronisation ist der Schlüssel zur Messung der Entfernung zu Satelliten
• Die Satelliten arbeiten hochgenau, weil sie Atomuhren an Bord haben


Wie bestimmt man die Position auf der Erde mittels GPS?
Durch drei Entfernungsmessungen zu drei verschiedenen Satelliten kann die Position theoretisch errechnet werden. Durch eine zusätzliche Entfernungsmessung kann die nicht ganz perfekte Synchronisation der Uhr des Empfängers ausgeglichen werden. Gemäß den Lehrsätzen der Trigonometrie ist es so, dass, wenn drei perfekte Messungen einen Punkt im dreidimensionalen Raum genau bestimmen, dann können vier nicht perfekte Messungen jede Abweichung der Synchronisation ausgleichen.

 
• Die Empfänger-Uhren müssen nicht perfekt sein, weil ein trigonometrischer Trick Uhrenfehler des Empfängers eliminieren kann
• Der Trick besteht darin, eine vierte Entfernungsmessung zu einem Satelliten durchzuführen
• Die Notwendigkeit von vier Messungen beeinflusst die Auslegung der Empfänger
• Um unsere Position zu bestimmen, müssen wir nicht nur die Entfernung, sondern auch die Position der Satelliten im Weltall kennen
• Die GPS-Satelliten fliegen so hoch, dass ihre Umlaufbahnen sehr gut vorherzusagen sind
• Kleine Veränderungen der Position im Orbit werden ständig vom US- Verteidigungsministerium gemessen;

  die Veränderungen werden dann von den Satelliten selbst mit übermittelt


Wie hoch ist die Genauigkeit von GPS?
Die endgültige Genauigkeit von GPS ist durch die Summe mehrerer Fehlerquellen festgelegt. Der Beitrag jeder dieser Quellen kann in Abhängigkeit von den atmosphärischen Bedingungen und der Ausrüstung variieren.


Zusätzlich wurde biszum Mai 2000 die Genauigkeit von GPS vom US-Verteidigungsministerium absichtlich durch die Betriebsart "Selective Availability" (Selektive Verfügbarkeit) oder "SA" verringert .

 

Fehler der Satellitenuhr 60cm
Ephemerische Fehler60cm
Empfängerfehler120cm
{Atmosphärische/ionosphärische 360cm
SA (Seit 1. Mai 2000 ausgeschaltet)750cm
Summe (quadratischer Mittelwert)450cm-900cm

 
 Um den tatsächlichen Fehler zu berechnen, muss die obige Summe mit dem PDOP (Position Dilution of Precision)-Faktor
multipliziert werden.


Unter guten Bedingungen liegen PDOP-Faktoren im Bereich zwischen 4 und 6. Die bei praktischen Arbeiten zu erwartende Gesamt-Genauigkeit liegt bei ca ± 15 m (ein Sigma). Die Ionosphäre und die Atmosphäre der Erde führen zu Verzögerungen des GPS- Signals, die sich als Fehler bei der Positionsberechnung zeigen können.


•  Einige dieser Fehler können mit Hilfe der Mathematik und der Modellbildung eliminiert werden.
•  Andere Fehlerquellen sind Satellitenuhren, unsere Empfänger und Mehrwegfehler
•  Einige Satelliten-Konfigurationen am Himmel können die anderen Fehler im System vergrössern.

 

Wie greift das US-Verteidigungsministerium auf das GPS-System zu?
Der Pseudo-Zufallscode bietet er dem US-Verteidigungsministerium (DoD) die Möglichkeit, den Zugang zum System zu steuern. In Kriegszeiten könnte es den Code ändern und so einen Feind daran hindern, das System zu nutzen. Selbst in Friedenszeiten behält sich das DoD eine gewisse "Exklusivität" in Bezug auf das System vor:


Das DoD hat außerdem die Möglichkeit, die Genauigkeit des Codes zu verringern, indem die Betriebsart "Selective Availability" (Selektive Verfügbarkeit) oder "S/A" benutzt wird (heute Standard).


S/A ist im Grunde genommen eine Methode, um künstlich einen deutlichen Uhrenfehler in den Satelliten zu erzeugen - wenn dies geschieht, ist es die größtmögliche Fehlerquelle im GPS-Verfahren.


Ein weiterer Vorteil des Pseudo-Zufallscodes ist, dass alle Satelliten im System die gleiche Frequenz benutzen können, ohne dass es zu Störungen kommt. Jeder Satellit hat seinen eigenen, unverkennbaren Pseudo-Zufallscode; um zwischen diesen unterscheiden zu können, muss man sie im Empfänger nur mit dem richtigen Code vergleichen. Da alle Satelliten mit kleiner Leistung arbeiten, wird keiner leistungsmäßig von einem anderen unterdrückt.


• Der Pseudo-Zufallscode bietet die Möglichkeit, ein Satelliten-Signal zu Synchronisationszwecken eindeutig mit einem
  Empfängersignal zu vergleichen
• Der Code ermöglicht es dem GPS-Verfahren, mit sehr geringen Sendeleistungen und kleinen Antennen zu arbeiten
• Der Code gibt dem DoD die Möglichkeit, den Zugang zum System zu steuern
•  Der Code ermöglicht es allen Satelliten die gleiche Frequenz zu benutzen
 
Wie arbeitet differentielles GPS?
 
• Differentielle GPS-Messungen können viel genauer als Standard-GPS-Messungen sein
• Ein Empfänger, der an einem bekannten Ort aufgestellt wird, berechnet den Gesamtfehler in den Daten über

  die Satelliten-Entfernungen
• Diese Korrektur kann für alle anderen Empfänger im selben Gebiet benutzt werden, so dass praktisch alle Fehler

  aus deren Berechnungen eliminiert werden

 

Glossar einiger GPS-Fachbegriffe


Bandbreite - der Frequenzbereich eines Signals.


Benutzer - Schnittstelle - die Wege, über die ein Empfänger Informationen zum Benutzer schickt und solche von ihm erhält - die Bedienungsknöpfe und Anzeigen.


User-Segment - (Benutzer-Teil), der Teil von GPS, der die Empfänger für die GPS-Signale beinhaltet.


C/A-Code - der normale GPS-Code (Clear/Acquisition) - eine Folge von 1023 pseudozufälligen Bits, die im BPSK Modulationsverfahren (Phasenumtastung) auf den GPS -Träger mit einer Taktfrequenz von 1,023 MHz aufmoduliert werden. Auch "Zivil-Code" genannt.

 
Data Message, Navigation Message - (Daten-Mitteilung), eine im GPS-Signal enthaltene, 1500 Bit lange Mitteilung, die über den Standort des Satelliten, Uhren-Korrekturen und den System-Zustand Auskunft gibt; sie enthält auch grobe Informationen über die anderen Satelliten im System.


Differentielle Positionsbestimmung - genaue Messung der relativen Positionen von zwei Empfängern, die dieselben GPS-Signale empfangen.


Doppler-Unterstützung - eine Signalverarbeitungs-Strategie, die eine gemessene Doppler-Verschiebung benutzt, um den Empfänger bei der Abstimmung auf das GPS-Signal zu unterstützen; ermöglicht genauere Geschwindigkeits- und Positionsbestimmungen.


Doppler-Verschiebung, -Effekt - eine deutliche Frequenzänderung eines Signals, hervorgerufen durch die relative Bewegung von Sender und Empfänger.


Ephemeriden - Voraussagen über die aktuellen Satelliten-Positionen, die dem Anwender in der "Data-Message" übermittelt werden.


Spread Spektrum - ein Verfahren, bei dem das gesendete Signal viel weiter über ein Frequenzband ausgebreitet wird, als die benötigte Mindestbandbreite zum Senden der Information betragen würde; dieses Verfahren wird bei GPS durch die Modulation mit dem Pseudo-Zufallscode angewendet.


Frequenzspektrum - die Darstellung der Verteilung der Signal-Amplituden als Funktion der Frequenz.

 
Geometric Dillution Of Precision - GDOP ein multiplikativer Faktor, der den Fehler bei der Positionsbestimmung beeinflußt; wird ausschliesslich durch die geometrischen Verhältnisse zwischen dem Anwender und der Konstellation der für ihn relevanten Satelliten bestimmt.


Ionosphäre - eine Schicht geladener Teilchen in einer Höhe von 130 bis 200 Kilometern über der Erdoberfläche.
Ionosphärische Berechnung - die Veränderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Signals beim Durchqueren der Ionosphäre.
Kanal - ein Kanal eines GPS-Empfängers enthält die nötigen Schaltungsbestandteile, um das Signal eines einzelnen GPS-Satelliten zu empfangen.


Kontroll-Station - ein weltweites Netz von Stationen zur GPS-Überwachung und -Steuerung; zur Sicherung der Genauigkeit der Satelliten-Positionen und ihrer Uhren.


Langsam schaltender Kanal - ein weiterschaltender Kanal eines GPS-Empfängers, der zu langsam umschaltet, um die fortlaufende Aufnahme der Daten-Mitteilung zu ermöglichen.


L-Band - Frequenzbereich zwischen 300 und 3000 MHz; die GPS-Trägerfrequenzen (1227,6 MHz und 1575,42 MHz) liegen im L-Band.
Mehrkanal-Empfänger - ein GPS Empfänger, der gleichzeitig mehr als ein Satelliten-Signal empfangen kann.


Mehrwege-Störung - Fehler, die durch Störungen in einem Signal hervorgerufen werden, das die Antenne des Empfängers auf zwei oder mehr verschiedenen Wegen erreicht hat; normalerweise dadurch hervorgerufen, dass ein Teil des Signals abgelenkt oder reflektiert worden ist.


P-Code - der präzise oder geschützte (protected/precise) Code. Eine sehr lange Folge von pseudozufälligen Bits, die im BPSK-Modulationsverfahren (Phasenumtastung) auf den GPS-Träger mit einer Taktfrequenz von 1,023 MHz aufmoduliert werden und sich alle 267 Tage wiederholen. Jeder Wochen-Abschnitt dieses Codes ist einem GPS-Satelliten vorbehalten und wird jede Woche neu gestartet.

 
Precise Positioning Service, PPS - die genaueste dynamische Positionsbestimmung, die mit GPS möglich ist; basierend auf dem Zweifrequenz-P-Code.


Pseudo-Entfernung - eine Entfernungsmessung, die auf dem Vergleich eines von einem Satelliten gesendeten Codes mit einem Referenz-Code im Empfänger am Ort beruht, bei der die Synchronisationsfehler zwischen der Uhr des Senders und der des Empfängers nicht korrigiert sind.


Pseudo-Lite - ein erdgebundener GPS-Sender im differentiellen Modus, der ein Signal wie ein richtiger GPS-Satellit ausstrahlt und zur Positionierung benutzt wird.


Pseudo-Zufallscode - ein Signal, das Eigenschaften des zufälligen Rauschens aufweist; es ist ein sehr kompliziertes, aber wiederholtes Muster von logischen Einsen und Nullen.


Satelliten-Konstellation - die Anordnung einer Gruppe von Satelliten im Weltall.


Schnell umschaltender Kanal - ein einzelner Kanal, der schnell eine Anzahl von Satellliten-Entfernungen feststellt. "Schnell" bedeutet hier, dass die Schaltzeit ausreichen kurz ist (2 bis 5 Millisekunden), um die Daten-Mitteilung zu erfassen.

 
Standard Positioning Service, SPS - die normale, für zivile Zwecke bestimmte Genauigkeit bei der Positionsbestimmung unter Verwendung der Einfrequenz-Codes C/A.


Statische Entfernungsmessung - Ortsbestimmung, bei der die Antenne des Empfängers als auf der Erde feststehend vorausgesetzt wird; dies erlaubt den Einsatz verschiedener mittelwertbildender Verfahren, die die Genauigkeit um Faktoren von mehr als 1000 steigern können.


Cycle Slip - (Phasensprung), eine Unregelmässigkeit in der gemessenen Träger-Phase, die auf einem zeitweiligen Synchronisations-Verlust in der Träger-Synchronisationsschleife eines GPS-Empfängers beruht.


Träger - ein Signal, das durch Modulation aus einem bekannten Bezugszustand verändert werden kann.


Carrier Aiding - (Träger-gestützte Synchronisation), eine Signalverarbeitungs-Methode, die das GPS-Trägersignal nutzt, um eine exakte Synchronisation zum Pseudo-Zufallscode zu erreichen; genauer als die Standard-Methode.


Trägerfrequenz - die Frequenz der unmodulierten (Grund-) Welle eines Senders.


Anywhere-Fix - (Überall-Bestimmung), die Fähigkeit eines Empfängers, mit der Positionsberechnung zu beginnen, ohne dass ihm die ungefähre Position und die ungefähre Zeit eingegeben werden müssen.

 
Handover Word - (Übergabe-Wort), das Datenwort in der GPS-Mitteilung, welches die Synchronisations-Information für den Übergang von C/A - auf den P-Code enthält.


Multiplex-Kanal - ein Kanal eines GPS-Empfängers, der zwischen einer Reihe von Satelliten-Signalen hin und her geschaltet werden kann.


Space Segment - (Weltraum-Teil), der Teil des ganzen GPS-Systems, der sich im Weltall befindet - also die Satelliten.